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Luxusaktien: Der Glanz ist verflogen

Die Aktien von Luxusgüteranbietern wie LVMH, Richemont, Hermès oder Kering gelten gemeinhin als vergleichsweise sichere Anlagen mit kontinuierlichem Gewinnwachstum und attraktiven Dividendenrenditen. Die Annahme dahinter ist: Der Markt für Luxusartikel verfügt nicht nur über deutlich höhere Gewinnmargen als das Segment der gewöhnlichen Konsumgüter, sondern ist auch krisenresistenter als dieses. In der Vergangenheit machte sich das in kräftigen Kursgewinnen bemerkbar. So legte der STOXX Europe Luxury 10 Index, der die Wertentwicklung der zehn größten europäischen Luxuskonzerne abbildet, seit Juni 2016 nach Angaben des Indexanbieters STOXX in der Spitze um mehr als 400 Prozent zu (inklusive Dividenden).

Quelle: www.stoxx.com (dargestellter Zeitraum: 01. Juni 2016 bis 11. Mai 2026)
Doch seit einiger Zeit kommt es im Luxussektor immer wieder zu starken Kurseinbrüchen. Diese erschüttern die Story vom krisenresistenten Luxusmarkt. Auch in diesem Jahr mussten Luxusaktien Federn lassen. So ist der STOXX Europe Luxury 10 Index seit Jahresanfang um mehr als 20 Prozent abgesackt, während der Gesamtmarkt in Gestalt des STOXX Europe 600 Index zwischenzeitlich neue Rekordhöhen erklommen hat (Stand: 12. Mai 2026). Die relative Schwäche des Luxussegments hat verschiedene, zum Teil komplexe Ursachen.
1. Geopolitische Krisen
Der Krieg im Nahen Osten (insbesondere der Iran-Konflikt) hat einen wichtigen Absatzmarkt einbrechen lassen. In Regionen wie Dubai und Abu Dhabi gingen die Umsätze um bis zu 40 Prozent zurück. Diese Märkte galten lange als Wachstumsmotor der Branche (Quelle: www.sueddeutsche.de, „Luxusmarken leiden unter Iran-Krieg – Wirtschaft“, 13. April 2026).
2. Nachfrageprobleme in China
Der einst wichtigste Wachstumstreiber China zeigt seit 2024 Schwäche. Laut der Unternehmensberatung Bain & Company ist der Umsatz mit persönlichen Luxusartikeln (personal luxury market) im Jahr 2024 um 17 bis 19 Prozent zurückgegangen und im Jahr 2025 um weitere drei bis fünf Prozent gesunken. Erschwerend kommt nach Angaben von Bain & Company hinzu, dass einheimische Luxusmarken den ausländischen Anbietern zunehmend Marktanteile abjagen. Zudem gewinnt in China der Secondhand-Markt für Luxusgüter immer mehr an Bedeutung.
3. Sättigung nach Boomjahren
Nach der Pandemie profitierte die Branche von einem massiven Nachholkonsum. Dieses Sonderwachstum ist jedoch vorbei. Analysten sprechen von einem klassischen Basiseffekt: Die extremen Gewinnspitzen der letzten Jahre sind nicht mehr zu halten.
4. Inflation und schwächere Käufergruppen
Während Superreiche kaum betroffen sind, leiden die sogenannten „Aspirational Buyers“, also jene, die sich gelegentlich etwas Luxus leisten wollen, stärker unter Inflation und Rezession. Diese Gruppe macht etwa ein Drittel der Kundschaft aus und bleibt zunehmend weg (Quelle: www.sueddeutsche.de, „Wenn Luxus Luxus wird“, 29. April 2026).
5. Hohe Bewertung
Trotz der jüngsten Kursrückgänge sind die Aktien von Luxuskonzernen im Schnitt immer noch relativ hoch bewertet. Laut dem aktuellen Factsheet beläuft sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis (auf Basis der für die kommenden zwölf Monate erwarteten Gewinne) des STOXX Europe Luxury 10 Index auf 26,9, während es beim STOXX Europe 600 Index lediglich bei 14,9 liegt.
Gelingt ein Comeback?
Mittlerweile könnte der Boden bei Luxusaktien erreicht sein. So ist der Ausblick der französischen Großbank BNP Paribas für den Luxusgütersektor für das Jahr 2026 verhalten optimistisch, wenngleich weiterhin erhebliche Unsicherheiten bestehen. Nach einem stagnierenden Jahr 2025 prognostiziert BNP Paribas Equity Research für den Luxusmarkt ein organisches Umsatzwachstum von sechs Prozent im Jahr 2026. Ein Einstieg könnte sich daher durchaus auszahlen, wenngleich die Risiken nicht zu unterschätzen sind (Quelle: BNP Paribas, „2026 Luxury Goods Sector Outlook“, Januar 2026).
1. Geopolitische Krisen
Der Krieg im Nahen Osten (insbesondere der Iran-Konflikt) hat einen wichtigen Absatzmarkt einbrechen lassen. In Regionen wie Dubai und Abu Dhabi gingen die Umsätze um bis zu 40 Prozent zurück. Diese Märkte galten lange als Wachstumsmotor der Branche (Quelle: www.sueddeutsche.de, „Luxusmarken leiden unter Iran-Krieg – Wirtschaft“, 13. April 2026).
2. Nachfrageprobleme in China
Der einst wichtigste Wachstumstreiber China zeigt seit 2024 Schwäche. Laut der Unternehmensberatung Bain & Company ist der Umsatz mit persönlichen Luxusartikeln (personal luxury market) im Jahr 2024 um 17 bis 19 Prozent zurückgegangen und im Jahr 2025 um weitere drei bis fünf Prozent gesunken. Erschwerend kommt nach Angaben von Bain & Company hinzu, dass einheimische Luxusmarken den ausländischen Anbietern zunehmend Marktanteile abjagen. Zudem gewinnt in China der Secondhand-Markt für Luxusgüter immer mehr an Bedeutung.
3. Sättigung nach Boomjahren
Nach der Pandemie profitierte die Branche von einem massiven Nachholkonsum. Dieses Sonderwachstum ist jedoch vorbei. Analysten sprechen von einem klassischen Basiseffekt: Die extremen Gewinnspitzen der letzten Jahre sind nicht mehr zu halten.
4. Inflation und schwächere Käufergruppen
Während Superreiche kaum betroffen sind, leiden die sogenannten „Aspirational Buyers“, also jene, die sich gelegentlich etwas Luxus leisten wollen, stärker unter Inflation und Rezession. Diese Gruppe macht etwa ein Drittel der Kundschaft aus und bleibt zunehmend weg (Quelle: www.sueddeutsche.de, „Wenn Luxus Luxus wird“, 29. April 2026).
5. Hohe Bewertung
Trotz der jüngsten Kursrückgänge sind die Aktien von Luxuskonzernen im Schnitt immer noch relativ hoch bewertet. Laut dem aktuellen Factsheet beläuft sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis (auf Basis der für die kommenden zwölf Monate erwarteten Gewinne) des STOXX Europe Luxury 10 Index auf 26,9, während es beim STOXX Europe 600 Index lediglich bei 14,9 liegt.
Gelingt ein Comeback?
Mittlerweile könnte der Boden bei Luxusaktien erreicht sein. So ist der Ausblick der französischen Großbank BNP Paribas für den Luxusgütersektor für das Jahr 2026 verhalten optimistisch, wenngleich weiterhin erhebliche Unsicherheiten bestehen. Nach einem stagnierenden Jahr 2025 prognostiziert BNP Paribas Equity Research für den Luxusmarkt ein organisches Umsatzwachstum von sechs Prozent im Jahr 2026. Ein Einstieg könnte sich daher durchaus auszahlen, wenngleich die Risiken nicht zu unterschätzen sind (Quelle: BNP Paribas, „2026 Luxury Goods Sector Outlook“, Januar 2026).
LVMH (Moët Hennessy Louis Vuitton)
Hermès International S.C.A.
EssilorLuxottica
Kering
Cie Financiere Richemont
Moncler
Burberry
Brunello Cucinelli
Christian Dior
Hugo Boss
Amundi Global Luxury UCITS ETF
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Quellen: stoxx.com, Index-Factsheet, 30. April 2026; Bain & Company, Report: „The 2025 Chinese Personal Luxury Goods Market“, Januar 2026; www.sueddeutsche.de; BNP Paribas; DZ Bank-Studie
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Die Angaben auf dieser Seite sind ausschließlich zur allgemeinen Information bestimmt und stellen keine Anlageberatung dar. Die erteilten Informationen haben keinen Bezug zu Ihren spezifischen Anlagezielen, zu Ihrer finanziellen Situation oder zu sonstigen bestimmten Umständen. Sie sind kein Angebot bzw. keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers oder eines sonstigen Finanzproduktes. Das gilt auch dann, wenn einzelne Emittenten oder Wertpapiere erwähnt werden. Eine auf Ihre individuellen Verhältnisse abgestellte anleger- und objektorientierte Beratung kann hierdurch nicht ersetzt werden. Detaillierte Informationen zu den Produkten sind den jeweils gesetzlich vorgeschriebenen Verkaufsunterlagen (z.B. Verkaufsprospekt, Basisinformationsblätter, Jahres- und Halbjahresberichte) zu entnehmen, die beim Emittenten in deutscher Sprache angefordert werden können.
Risikohinweise:
Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen und damit sind Kursverluste bis zum Totalverlust möglich. Zudem besteht ein Emittentenrisiko. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten können Verluste bis zum Totalverlust eintreten. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung.


